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19.05.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

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UN: Drei Viertel aller Beschäftigten in prekären Jobs:

Trotz wirtschaftlichen Wachstums nimmt die Zahl sozial ungesicherter Beschäftigungsverhältnisse nach Expertenangaben weltweit zu. Drei Viertel der Arbeitnehmer hätten nur kurzfristige oder gar keine Arbeitsverträge, teilte die UN-Arbeitsorganisation ILO in Genf mit. Dadurch verschärfe sich das Armutsrisiko. Besonders betroffen sind nach dem Bericht die Entwicklungsländer. Dort hätten nur zwei von zehn Erwerbstätigen eine soziale Absicherung, während es in entwickelten Ländern acht von zehn seien. Die ILO forderte die Politik auf, der globalen Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse entgegenzuwirken.

Lokführer wollen wieder streiken:

Acht Tage nach dem jüngsten Streik hat die Lokführergewerkschaft GDL ihre Mitglieder aufgerufen, ab diesem Dienstag wieder die Arbeit niederzulegen. Ab 15 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit ist zunächst der Güterverkehr der Deutschen Bahn betroffen. Ab Mittwochmorgen würden auch Personenzüge bestreikt, kündigte die GDL an. Sie ließ das genaue Ende des Ausstands offen, strebt aber einen neuen Dauerrekord an. Zuletzt waren die Lokführer im Personenverkehr für sechs Tage in den Ausstand getreten - so lange wie nie zuvor seit Gründung der Deutschen Bahn AG.

EU-Stufenplan gegen Schlepper gebilligt:

Im Kampf gegen Schleuserkriminalität haben die Außenminister der Europäischen Union ein mehrstufiges Konzept beschlossen. In einem ersten Schritt sollen Satelliten und Drohnen ab Juni die Menschenschmuggler auskundschaften. Danach will die EU Schleuser-Schiffe auf hoher See durchsuchen, beschlagnahmen und zerstören. Schließlich könnte es Militäreinsätze in Libyen geben. Von dort aus operieren die meisten Schlepperbanden, die Flüchtlinge übers Mittelmeer nach Europa bringen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte, man wisse, dass die Mission das Flüchtlingsproblem nicht beseitige. Die EU müsse sich jedoch mit der Schleuserkriminalität auseinandersetzen.

Zehntausende demonstrieren für Mazedoniens Regierung:

Zehntausende Menschen sind einem Aufruf der mazedonischen Regierung gefolgt und haben sich solidarisch mit Regierungschef Nikola Gruevski gezeigt. Auf einer Gegenveranstaltung zum Oppositionsprotest am Sonntag kamen schätzungsweise 30.000 Demonstranten in der Hauptstadt Skopje zusammen, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten. Die Spitzenpolitiker des Landes konnten auch am Montag keinen Ausweg aus der innenpolitischen Krise finden. Gruevski und Oppositionsführer Zoran Zaev wollen die Gespräche nach eigenen Angaben an diesem Dienstag fortsetzen.

25.000 Menschen fliehen vor dem IS aus Ramadi:

Aus der von der Terrormiliz "Islamischer Staat" eroberten irakischen Stadt Ramadi sind fast 25.000 Menschen geflohen. Die meisten von ihnen seien auf dem Weg in die Hauptstadt Bagdad, teilten die Vereinten Nationen mit. Die UN und weitere Hilfsorganisationen hätten damit begonnen, Lebensmittel, Wasser und Medikamente an die Flüchtlinge zu verteilen. Auch Lager würden errichtet. IS-Kämpfer hatten das rund 110 Kilometer westlich von Bagdad gelegene Ramadi am Wochenende nach heftigen Kämpfen unter Kontrolle gebracht.

US-Drogenfahnder ermitteln gegen Venezuelas Regierung :

Die USA ermitteln laut einem Pressebericht gegen hochrangige Regierungsfunktionäre Venezuelas wegen Drogenhandels. Unter ihnen ist Parlamentspräsident Diosdado Cabello, der als der zweitmächtigste Mann nach dem Präsidenten des südamerikanischen Landes gilt. Die Mitglieder der sozialistischen Regierung Venezuelas werden des Handels mit Kokain und der Geldwäsche verdächtigt, berichtete die US-Zeitung "Wall Street Journal". Neben Bundesstaatsanwälten soll die Antidrogenbehörde DEA an den Ermittlungen beteiligt sein.

Thailands Ex-Premierministerin Yingluck wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht:

Gut ein Jahr nach ihrer Amtsenthebung steht die frühere thailändische Premierministerin Yingluck Shinawatra wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht. Die 47-Jährige erschien in einem Tross von Parteifreunden und Anhängern am Gerichtsgebäude. Die Anklage bezieht sich auf ein umstrittenes Subventionsprogramm ihrer Regierung für Reisbauern. Yinglucks Regierung war in den letzten Monaten ihrer Amtszeit mit heftigen Straßenprotesten konfrontiert. Anfang Mai 2014 enthob ein Gericht Yingluck, kurz darauf putschte das Militär.

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