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27.05.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

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Sechs FIFA-Funktionäre in Zürich festgenommen :

Zwei Tage vor dem Kongress der FIFA in Zürich hat die Schweizer Justiz sechs hochrangige Funktionäre des Fußball-Weltverbandes festgenommen. Ihnen droht die Abschiebung in die USA. Dort wird gegen sie wegen des Verdachts des Betruges, der Erpressung und der Geldwäsche ermittelt. Nach Angaben des Schweizer Bundesamtes für Justiz geht es um Bestechungszahlungen von mehr als hundert Millionen Dollar seit den 1990er Jahren, die Sportmedien- und Sportvermarktungsunternehmen an die Verdächtigen gezahlt haben sollen. Als Gegenleistung hätten sie Medien-, Sponsoring- und Vermarktungsrechte an Fußball-Turnieren in den USA und Lateinamerika erhalten. FIFA-Chef Joseph Blatter gehört nicht zu den Beschuldigten. Der 79-Jährige will sich auf dem FIFA-Kongress am Freitag für eine fünfte Amtszeit wiederwählen lassen.

Bericht: Merkel wusste früh von Problemen mit No-Spy-Abkommen:

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige Außenminister Guido Westerwelle (FDP) haben laut einem Medienbericht seit dem 7. August 2013 gewusst, dass es keine konkrete Zusage der US-Regierung für ein sogenanntes No-Spy-Abkommen gab. Dies berichtete der Rechercheverbund aus NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" auf Grundlage interner Vermerke des Kanzleramts. Die USA sagten allenfalls die Prüfung eines solchen Abkommens zu. Der Bericht wirft die Frage auf, warum der damalige Kanzleramtsminister Ronald Pofalla noch am 12. August 2013 öffentlich verkündete, die US-Seite habe eine solche Vereinbarung angeboten. Ähnliches ließ die Kanzlerin auch ihren Sprecher sagen. Die Medien berufen sich auf einen handschriftlichen Vermerk zu einem Telefonat zwischen Westerwelle mit seinem US-Kollegen John Kerry vom 7. August 2013. Zwei Tage zuvor war eine hochrangige deutsche Delegation zu Besuch in Washington gewesen und hatte dort mit Vertretern der US-Geheimdienste über die Aktivitäten der NSA in Deutschland gesprochen.

Frontex weitet Rettungseinsatz im Mittelmeer erheblich aus:

Angesichts der Flüchtlingsdramen im Mittelmeer weitet die EU-Grenzschutzagentur Frontex ihr Einsatzgebiet vor der Küste Italiens deutlich aus. Die Schiffe und Flugzeuge würden künftig in einem Gebiet von bis zu 138 Seemeilen (255 Kilometer) südlich von Sizilien nach Schiffbrüchigen suchen, heißt es einer Erklärung der Frontex. Bislang war es auf 30 Seemeilen begrenzt. Auch das Material wird demnach aufgestockt. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind in diesem Jahr schon 1770 Menschen bei dem Versuch ums Leben gekommen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Dies waren 30 mal mehr als im Vorjahreszeitraum.

Libyens Regierungschef al-Thinni entgeht nur knapp Anschlag:

Der libysche Ministerpräsident Abdullah al-Thinni ist am Dienstagabend in Tobruk nur knapp einem Anschlag entgangen. Wie seine Regierung mitteilte, hatten Unbekannte zunächst das Parlamentsgebäude während einer Sitzung der Abgeordneten beschossen. Als Al-Thinni daraufhin das Gebäude verließ, verfolgten und beschossen die Bewaffneten den Fahrzeugkonvoi des Politikers. Seit dem Sturz von Langzeitdiktator Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 ist Libyen nicht zur Ruhe gekommen, wird von einem Bürgerkrieg rivalisierender Milizen zerrissen. Zudem konkurrieren zwei Abgeordnetenhäuser miteinander. Al-Thinni ist Ministerpräsident der international anerkannten Regierung Libyens.

Vatikan nennt Homo-Ehe 'Niederlage für die Menschheit':

Die römisch-katholische Kirche hat das Ja der Bürger Irlands zur Ehe für homosexuelle Paare als 'Niederlage für die Menschheit' bezeichnet. Er sei sehr traurig über dieses Ergebnis der Volksabstimmung, sagte Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin bei einer Veranstaltung in Rom. Man müsse alles dafür tun, die Familie zu verteidigen, weil sie die Zukunft der Menschheit und der Kirche bleibe, erklärte Parolin, der als die rechte Hand von Papst Franziskus gilt. Die Iren hatten am Wochenende über eine Verfassungsänderung abgestimmt, wonach Ehen künftig unabhängig vom Geschlecht geschlossen werden dürfen. 62 Prozent der Wähler stimmten dafür.

Merkel für "Forbes" erneut mächtigste Frau der Welt:

Das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zum neunten Mal zur mächtigsten Frau der Welt gekürt. Die New Yorker Zeitschrift setzte die CDU-Politikerin zum fünften Mal in Folge auf Platz 1 ihrer jährlichen Liste der 100 einflussreichsten Frauen. Hinter Merkel landeten US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und die Unternehmerin und Wohltäterin Melinda Gates auf den Plätzen zwei und drei. Neu auf der Liste sind 19 Frauen, als jüngste von ihnen der 25-jährige US-Popstar Taylor Swift.

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