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24.06.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

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NSA soll französische Regierung abgehört haben:

Der US-Geheimdienst NSA soll die letzten drei französischen Präsidenten - Jacques Chirac, Nicolas Sarkozy und Amtsinhaber François Hollande - abgehört haben. Das gehe aus streng geheimen Berichten der Nachrichtendienste und aus technischen Dokumenten hervor, teilte die Enthüllungsplattform Wikileaks mit. Die NSA habe die Staatsoberhäupter mindestens sechs Jahr lang ausgespäht, heißt es in dem Bericht von Wikileaks. Aus Washington hieß es dazu, Hollande werde nicht abgehört. Man nehme die Kommunikation von Präsident Hollande nicht ins Visier und werde sie nicht ins Visier nehmen, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Ned Price. Zur Praxis in der Vergangenheit äußerte er sich nicht. Im Jahr 2013 war bekanntgeworden, dass die NSA das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausspähte. Dies löste in Deutschland große Empörung aus.

Tsipras reist überraschend nach Brüssel:

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras kommt am Mittwoch überraschend mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, EZB-Chef Mario Draghi und IWF-Direktorin Christine Lagarde in Brüssel zusammen, um über eine Lösung in der Schuldenkrise zu beraten. Laut Medienberichten herrscht unter den drei Gläubigern Streit, wie die von Athen vorgelegten Reformvorschläge zu bewerten sind. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, wirft der IWF der EU-Kommission vor, Athen gegenüber zu nachgiebig zu sein. Das Prüfungsergebnis der drei Institutionen ist Grundlage für die Entscheidung, ob Griechenland weitere Kredite in Milliardenhöhe erhalten soll. Dazu wollen sich die Finanzminister der Euro-Länder am Mittwochabend in Brüssel treffen. Kommt es dabei zu einem Durchbruch, könnten die Staats- und Regierungschefs der Währungsunion am Donnerstag beim regulären EU-Gipfel eine Einigung offiziell absegnen.

Queen Elizabeth trifft in Berlin Gauck und Merkel:

Die britische Königin Elizabeth II. wird am Mittwoch in Berlin von Bundespräsident Joachim Gauck empfangen. Das offizielle Besuchsprogramm sieht anschließend eine Bootsfahrt auf der Spree vor. Anschließend trifft das britische Staatsoberhaupt im Kanzleramt zu einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen, bevor zum Abschluss eine Vorlesung an der Technischen Universität Berlin ansteht - die sogenannte "Queen's Lecture". Seit Dienstag ist die 89-jährige Monarchin gemeinsam mit ihrem Mann Prinz Philip zu ihrem fünften Staatsbesuch in Deutschland.

Bericht: Rüstungsexporte deutlich zurückgegangen:

Die deutschen Rüstungsexporte sind im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Das geht aus dem Rüstungsexportbericht der Regierung hervor, aus dem die Zeitung "Die Welt" zitiert. Demnach wurden 2014 Ausfuhren im Wert von 3,97 Milliarden Euro genehmigt. Im Jahr zuvor waren es noch 5,85 Milliarden Euro gewesen. Damit fielen die Waffenexporte 2014 auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren. Ein Großteil der Genehmigungen entfalle auf Schiffe und U-Boote, die zur Küstenverteidigung und zur Bekämpfung der Piraterie eingesetzt würden. Eine Verletzung von Menschenrechten sei damit erkennbar nicht verbunden, heißt es laut "Welt" in dem Bericht. Das Kabinett will ihn an diesem Mittwoch verabschieden.

Außenminister rufen zur Einhaltung der Waffenruhe im Osten der Ukraine auf:

Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine haben sich besorgt über die sich verschlechternde Sicherheitslage im Osten der Ukraine gezeigt und einen sofortigen Waffenstillstand gefordert. Das teilte der französische Außenminister Laurent Fabius nach einem Treffen in Paris mit. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte, bei den Beratungen sei es insbesondere um das etwa zehn Kilometer von Mariupol entfernte Dorf Schirokine gegangen. Er hoffe, dass die Gespräche den Weg zu einem lokalen Waffenstillstand in dem ostukrainischen Ort geebnet hätten. Die Sicherheitslage in der Krisenregion hat sich in den vergangenen Tagen zunehmend verschärft. Gelinge das Vorhaben in Schirokine, könne dies als Beispiel für andere Regionen dienen, betonte Steinmeier. Zu dem Minsker Friedensabkommen hätten sich alle Seiten erneut ausdrücklich bekannt.

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