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05.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Die USA und China haben sich nach Agenturberichten auf neue Sanktionen gegen Nordkorea verständigt. Die USA würden dem UN-Sicherheitsrat einen entsprechenden Resolutionsentwurf zuleiten, hieß es im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York. Das höchste UN-Gremium wolle noch an diesem Dienstag über weitere Strafmaßnahmen wegen des von Pjöngjang im Februar unternommenen Atomwaffentests beraten. Alle 15 Mitgliedsstaaten des höchsten UN-Gremiums hatten das Vorgehen Nordkoreas bereits kurz nach dem Test als schwere Verletzung bestehender UN-Resolutionen verurteilt. China gilt als Verbündeter des international isolierten kommunistischen Regimes in Pjöngjang.

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In China hat der scheidende Ministerpräsident Wen Jiabao zum Auftakt der Sitzung des Nationalen Volkskongresses eine Bilanz von - so wörtlich - strahlenden Erfolgen präsentiert. Wen stellte vor den 3000 Delegierten in Peking für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent in Aussicht und kündigte eine Erhöhung der Rüstungsausgaben um 10,7 Prozent an. Der Volkskongress fungiert in der kommunistischen Volksrepublik als Parlament. Im Rahmen ihrer zehntägigen Sitzung werden die Delegierten den Umbau und die Verjüngung der Regierung abnicken. Der 70-Jährige Wen soll durch den bisherigen Vize-Premier Li Keqiang abgelöst werden. Der im Herbst neu ernannte Partei- und Militärchef Xi Jinping (59) wird auch das Präsidentenamt von seinem zehn Jahre älteren Vorgänger Hu Jintao übernehmen.

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Bei der Präsidentenwahl in Kenia liegt der stellvertretende Ministerpräsident Uhuru Kenyatta vorne. Das teilte die Wahlkommission mit, nachdem die ersten zehn Prozent der Stimmen ausgezählt waren. Auf Platz zwei liegt demnach Ministerpräsident Raila Odinga. Mehr als 70 Prozent der Wahlberechtigten hätten sich an der Wahl beteiligt. Bis das offizielle Wahlergebnis feststeht, kann es bis zu einer Woche dauern. Erhält keiner der Bewerber die absolute Mehrheit, findet am 11. April eine Stichwahl statt. Die Wahl verlief verglichen mit der Parlamentswahl 2007 nahezu friedlich. Nach Polizeiangaben kamen neun Sicherheitskräfte und sechs Angreifer bei Bandenüberfällen ums Leben. Bei der Wahl 2007 waren mehr als 1200 Menschen bei Stammesrivalitäten getötet worden.

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Die syrischen Rebellen haben offenbar erstmals eine größere Stadt völlig unter ihre Kontrolle gebracht. Der oppositionelle syrische Nationalrat teilte mit, die Provinzhauptstadt Rakka im Osten des Landes sei erobert worden. Videoaufnahmen zeigten, wie Menschen eine Regierungsstatue im Stadtzentrum umstürzen. Unterdessen warnte die irakische Regierung, dass sich die Kämpfe in Syrien auf den Irak ausweiten könnten. Zuvor war ein Konvoi mit rund 50 syrischen Soldaten im Westen des Irak von Unbekannten angegriffen worden, mehr als 40 wurden dabei getötet. Ein irakischer Regierungssprecher sagte, alle Seiten versuchten, den Krieg in den Irak zu tragen. Der Irak werde das "mit allen Kräften" verhindern.

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Der Gesundheitszustand des an Krebs erkrankten venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez hat sich weiter verschlechtert. Informationsminister Ernesto Villegas teilte mit, die Erkrankung der Atemwege habe sich noch einmal verschlimmert. Der 58-jährige habe sich einer intensiven Chemotherapie unterzogen. Sein Gesundheitszustand sei weiterhin heikel. Chavez hatte sich im Dezember in Kuba einer vierten Krebsbehandlung innerhalb von eineinhalb Jahren unterzogen. Mitte Februar war der sozialistische Politiker überraschend nach Caracas zurückgekehrt. Nach offiziellen Angaben wird er in einem Militärkrankenhaus der venezolanischen Hauptstadt behandelt.

 

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