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20.10.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

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Machtwechsel in Kanada - Trudeau verspricht Veränderungen:
Nach dem klaren Sieg seiner Liberalen Partei bei der Parlamentswahl in Kanada hat der designierte neue Regierungschef Justin Trudeau dem Land "echte Veränderungen" in Aussicht gestellt. Vor seinen Anhängern sagte der 43-Jährige in der ostkanadischen Metropole Montréal: "Ich werde Premierminister aller Kanadier sein." Nach seiner Niederlage tritt der seit fast zehn Jahren amtierende Premierminister Stephen Harper als Vorsitzender der Konservativen Partei zurück. Dies gab seine Partei bekannt. Seinen Parlamentssitz will der 56-Jährige behalten. Harper gratulierte Trudeau in seinem Wahlkreis in Calgary. Nach Prognosen gewannen oder führen Trudeaus Liberale in 185 Bezirken. Für die absolute Mehrheit sind 170 Sitze im Parlament nötig. Die Konservativen fielen auf etwa 97 Sitze zurück. Justin Trudeau ist ein Sohn von Pierre Trudeau, der als Premier zwischen 1968 und 1984 die Geschicke des Landes mitprägte.

Ausschreitungen nach Pegida-Kundgebung und Gegenprotesten in Dresden:
Zehntausende Anhänger und Gegner von Pegida sind anläßlich des 1. Jahrestags der Kundgebungen der fremden- und islamfeindlichen Bewegung in Dresden aufeinandergetroffen. Über fast drei Stunden wandten sich Redner auf der Pegida-Kundgebung vor der Semperoper gegen Asylbewerber und demokratische Parteien. Die 15.000 bis 20.000 Anhänger waren laut Schätzungen umringt von etwa gleich vielen Gegendemonstranten. Am späten Abend kam es zu Zusammenstößen zwischen gewaltbereiten Pegida-Anhängern und linken Gegendemonstranten. Die "Sächsische Zeitung" berichtete von Ausschreitungen von Hooligans und Angriffen von Neonazis. Mehrfach wurden Polizisten gezielt attackiert. Auch ein Reporter der Deutschen Welle wurde von Pegida-Anhängern angepöbelt und geschlagen.

Vier Tote bei Brand in Mehrfamilienhaus in Pforzheim:
Gleich drei schwere Brände in Wohnhäusern mit Ausländern werden in Deutschland in dieser Nacht gemeldet. Bei einem Dachstuhlbrand in Pforzheim in Baden-Württemberg kamen vier Menschen ums Leben, vier weitere wurden verletzt. In dem Gebäude wohnten überwiegend Ausländer. In Gudensberg in Nordhessen wurden zwölf Menschen verletzt, als ein Fachwerkhaus in Brand geriet. Dort wohnten überwiegend bulgarische und polnische Arbeiter und ihre Familien. In beiden Fällen hat die Polizei keine Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund. In Remseck in Baden-Württemberg wurde in einem leerstehenden maroden Gasthaus vorsätzlich Feuer gelegt. Es grenzt an eine Asylunterkunft, in der mehrere Migranten untergebracht sind. Verletzt wurde niemand. Dieses Haus wurde geräumt. Hier prüft die Polizei Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat.

Zeitung: Deutsche Rüstungsexporte im ersten Halbjahr 2015 gestiegen:
Die Rüstungsexporte aus Deutschland sind nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" im ersten Halbjahr 2015 deutlich gestiegen. In diesem Zeitraum habe die Bundesregierung Rüstungsausfuhren im Wert von 3,5 Milliarden Euro genehmigt, meldet das Blatt unter Berufung auf einen Zwischenbericht der Regierung, den das Kabinett am Mittwoch beschließen werde. Die Bundesregierung sieht in den gestiegenen Zahlen keinen Anlass zur Besorgnis, wie "Die "Welt" weiter schreibt. Rund ein Viertel des Werts ergebe sich "aus einer Genehmigung für ein U-Boot nach Israel, das bereits 2003 zugesagt worden war", heißt es demnach in der Zusammenfassung des Berichts.

Libyen: Anerkanntes Parlament weist UN-Friedensvorschlag zurück:
Die Bemühungen um eine Lösung der Staatskrise in Libyen haben einen Rückschlag erlitten. Das international anerkannte Parlament des Landes in Tobruk lehnte nach Angaben von Abgeordneten den UN-Vorschlag zur Bildung einer Regierung der nationalen Einheit mit den Islamisten ab, die in der Hauptstadt Tripolis ein Gegenparlament und eine Gegenregierung installiert haben. Der Vorschlag war von UN-Vermittler Bernardino León als letzte Chance für Frieden in dem nordafrikanischen Land bezeichnet worden. Vier Jahre nach dem Sturz und dem Tod von Machthaber Muammar al-Gaddafi versinkt Libyen mehr und mehr im Chaos. Schwer bewaffnete Milizen kämpfen um die Macht.

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